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Restriktive Handhabung einiger Berufsgenossenschaften bzgl. der Verordnungen

Aus gegebenen Anlass weisen wir auf einige Regelungen des Vertrages mit den Berufsgenossenschaften sowie auf Angaben die in einer BG-Verordnung enthalten sind hin:


Vertragsbestandteil:
§ 3 Abs. 1, Seite 4
– Die Behandlung muss grundsätzlich innerhalb einer Woche begonnen werden

§ 3 Abs 2., Seite 4
– (2) Mit der Behandlung ist unverzüglich zu beginnen. Werden die Zulassungsvoraussetzungen nur von einem in der Praxis regelmäßig tätigen freien Mitarbeiter erfüllt (vgl. § 2 Abs. 2, Satz 2), so darf die Behandlung nur von ihm durchgeführt werden. Können die Vorgaben (Beginn der Behandlung, Zeitabstände, Dosierung und Dauer) vom Therapeuten nicht eingehalten werden, so sollte dieser unverzüglich weitere geeignete Therapeuten in der näheren Umgebung benennen und den Unfallverletzten /Berufserkrankten dorthin verweisen.

§ 3 Abs 3., Seite 4
– (3) Kann die Behandlung aus Gründen, die in der Person des Unfallverletzten/Berufserkrankten liegen, nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden, so ist hierüber unverzüglich der verordnende Arzt zu benachrichtigen und der Patient beim Arzt vorzustellen.

Verordnungsblattbestandteil:
Unter Ziffer 3: Begründung für eine Weiterverordnung nach einer Behandlungszeit von vier Wochen

Anmerkung: Falls hier keine Begründung eingetragen ist, muss die Verordnung nach vier Wochen abgeschlossen werden oder mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufgenommen werden.

Unter Ziffer 4: Behandlungsbeginn am

Anmerkung: Ist hier ein Behandlungsbeginn eingetragen muss dies von dem Behandler berücksichtigt werden.

Unter Ziffer 4: Wiedervorstellung zur Kontrolluntersuchung bei mir am (spätestens alle 14 Tage)

Anmerkung: Hierauf ist der Patient explizit hinzuweisen


Die Berufsgenossenschaften verfolgen mit ihren Behandlungen teilweise ein anderes Ziel. Wichtig für die Berufsgenossenschaften ist das der Unfallverletzte/Berufserkrankte so schnell und effizient wie möglich behandelt wird.

Dies hat zur Folge, dass einige Berufsgenossenschaften, wenn die o. g. Bestimmungen/Fristen nicht eingehalten wurden, die Verordnungen absetzen.
Bisher haben die verschiedenen Berufsgenossenschaften diese Fristen nicht beachtet, aber zum Jahreswechsel wurde diese Handhabung (auch ohne uns zu unterrichten) stringent umgesetzt.

Handlungsempfehlung:
Können die o. g. Bestimmungen/Fristen nicht eingehalten werden, sollte unverzüglich der behandelnde/verordnende Arzt unterrichtet und die Behandlung nicht weiter durchgeführt werden.

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